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NORDSEE
Der
Fremdling kommt, er ist gespannt.
Was sieht er? Sand und wieder Sand.
Der Kitsch der Welt
begegnet ihm
hier ausgesprochen
maritim.
Ob rechter Weg, ob
linker Weg,
es ist der gleiche
Klinkerweg.
Und hier soll er drei
Wochen bleiben?
Wie soll er sich die
Zeit vertreiben?
Soll er sich einen
Strandkorb chartern?
Sich gar mit
Burgenbauen martern?
Er fühlt sich über die
erhaben,
die eifervoll im Sande
graben.
Am zweiten Tag, als
Stundenschmelzer,
holt er hervor den
dicken Wälzer,
doch schaut er, durch
und durch versandet,
bald nur noch, wie die
Woge brandet.
Am dritten - wie ein
Teufelchen
gräbt selbst er mit
dem Schäufelchen
und hat am vierten
sich, als Gast,
schon ganz der Umwelt
angepasst.
Die Zeit, der Sand,
die Welle rinnt:
Der Mensch wird
unversehns zum Kind
und heult auch wie ein
Kind zum Schluss,
unglücklich, weil´s
nach Hause muss.
Eugen Roth
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